Ziel des Partisanenkampfes:

Das Plebiszit des Blutes – Abtrennung Kärntens bereits 1941 festgelegt.
Zitate der slowenischen Presse, die für sich sprechen:
Das Ziel des Partisanenkampfes:

• Der hundertjährige Drang der Slowenenführung nach Vereinigung aller Slowenen zu einem Staat war in all den Kriegsjahren der Hauptgrund der Partisanenbewegung in Unterkärnten.

• So vereinigte die KP schon im April 1941 alle demokratischen Kräfte Sloweniens zu einer Einheitsfront; darum war es möglich, die Befreiungsfront schon in den ersten Tagen der Okkupation zu gründen. „Das revolutionäre Programm der OF“ aber war schon damals festgelegt:

• Gegen den Okkupator muss eine unerbittliche Aktion begonnen werden.

• Diese Aktion ist der Ausgangspunkt für die Vereinigung aller Slowenen ...
Nach der nationalen Befreiung übernimmt im slowenischen Gebiet die OF die
Macht des slowenischen Volkes zur Gänze.

• Im „Slovenski porocevalec“ (Der slow. Berichterstatter) vom 1. Oktober 1941
aber schrieb Kidric: „Wenn wir alle Slowenen befreien und vereinen wollen,
wenn wir das ganze slowenische Gebiet besetzen wollen und alles da zu tun
ist unsere heilige nationale Pflicht, dann müssen wir schon heute das ganze
slowenische Gebiet mit slowenischen Partisanen übersäen ...“

Kärntner Slowenen waren nie für Österreich:
ihr Ziel war immer der Anschluss an Jugoslawien
1920 wie 1945:

Zur Gründungsversammlung des Verbandes der ehemaligen Partisanen Slowenisch-Kärntens kann man lesen:

Im Namen des Slowenischen Kulturverbandes sagte Gen. Dr. Josko Tischler:
„Der Partisanenkampf ist der tiefste Ausdruck des Wunsches des slowenischen Volkes in Kärnten nach Freiheit. Es ist dies ein Plebiszit des Blutes.
Wie diese Freiheit aussehen soll, hat Karel Prusnik-Gasper, der Führer der Partisanen in Kärnten, im Anschluss daran konkretisiert:

„Wir haben uns versammelt, um der Weltöffentlichkeit laut und öffentlich zusagen, dass wir in Kärnten slowenische Partisanen sind, dass wir gekämpft haben und dass wir hier auf slowenischer Kärntner Erde bleiben, wo wir den Kampf fortsetzen werden, bis wir das erreichen, wofür wir Hunderte unserer besten Kameraden geopfert haben, bis die Freiheit in Titos Jugoslawien erreicht wird.
(Slovenski vestnik, Nr.53, Wien 30. September 1947)

Kärntner Slowenenführer haben sich für den Anschluss an Tito-Jugoslawien ausgesprochen.

Dazu einige Zitate, die für sich sprechen:

• Der ehemalige Obmann des Zentralverbandes Slowenischer Organisationen“, der Nachfolgeorganisation der OF, Dr. Franci Zwitter, sagte am 26. September 1948 bei einem „Tabor“ (slowenische Volksversammlung) in Fürnitz bei Villach:
.... feierlich erklären wir: Die slowenische Gail ist ein Bestandteil des
slowenischen Gebietes ... Wir slowenischen Gailtaler wollen zur Volksrepublik
Slowenien in Titos neuem Jugoslawien...

• Der in den siebziger Jahren vom österreichischen Bundespräsidenten ausgezeichnete Sekretär der OF und langjährige Obmann des „Kärntner Partisanenverbandes“, Karel Prusnik-Gasper, betonte bei diesem antiösterreichischen „Tabor“:
....ich erachte es als meine nationale Pflicht ... zu erinnern, wofür die
slowenischen Partisanen drei Jahre lang ihr Herzblut vergossen haben: für
das Vereinigte Slowenien ... den Anschluss Slowenisch-Kärntens an Tito-
Jugoslawien“.

Slovenski vestnik, Nr.19, Wien, 28. März 1947:

„Mit dem Blut unserer gefallenen Partisanen ist die Frage Slowenisch-
Kärntens in die Tagesordnung der Moskauer Konferenz eingezeichnet –
Slowenisch-Kärnten im Kampf für eine schönere Zukunft in der FVRJ“.
Schlusssatz: „Es gibt keine andere Lösung als den Anschluss Slowenisch-
Kärnten an die FVR (Föderative Volksrepublik Jugoslawien).“

Slovenski vestnik, Nr.13, wien, 7. März 1947:

„Das Volk Slowenisch-Kärnten kämpft beharrlich für den Anschluss an Titos
Jugoslawien. Herrliche Manifestation in Eberndorf. Am 2. märz 1947 bewegte
sich die Bevökerung ... in einem langen Zug durch Eberndorf ... And er Spitze
des Zuges schritt ein Partisan mit einer großen slowenischen Fahne ... „Es
lebe Marshall Tito!“ – Wo unsere Opfer sind, dort sind unsere Grenzen!“

Slovenski vestnik, Nr.77(170), Klagenfurt, 27. Oktober 1948:

Im Namen des Landesausschusses der Befreiungsfront für Slowenisch-
Kärnten ergriff Obmann Dr. Franc Petek das Wort: „Wir Kärntner Slowenen
haben dieses ungerechte Plebiszit niemals anerkannt ... Alle, die sagen, die
Kärntner Slowenen begnügen sich mit Minderheitenrechten, haben sich
vollkommen demaskiert.“

Auch die slowenische Geistlichkeit wollte den Anschluss Kärntens an das Tito-Jugoslawien:

• Erinnert sei auch an die „Denkschrift der Geistlichen Slowenisch-Kärntens an die Konferenz der Außenminister in Moskau.
„Die slowenischen Geistlichen in Kärnten für den Anschluss an die FVRJ.“
Die Einleitung des SV hieß: „Wir veröffentlichen zur Gänze die Denkschrift, die
bisher über 50 Geistliche Slowenisch-Kärntens unterschrieben und damit
ihren entschlossenen Willen zum Anschluss an die FVR Jugoslawien
vorbehaltlos manifestiert haben.“„Der Anschluss Slowenisch-Kärntens an die
FVR Jugoslawien ist die einzige möglich und gerechte Lösung.

• Am 10. Februar 1949 übergaben die Vertreter der Kärntner Slowenen und
zwar der Obmann der OF für Slowenisch-Kärnten, Dr. Franc Petec, Sekretär
Andrej Haderlap und Mitglied des Gebietsausschusses, Franjo Ogris, dem
Alliierten Rat in Wien ein an die Vertreter der Außenminister in London
gerichtetes Memorandum.“


Kärntner Slowenen kämpften und stimmten für den Anschluss an Jugoslawien:

Primorski dnevnik, 10. Oktober 1973:

Dr. Franci Zwitter: „Die Kärntner Slowenen haben auch nach dem zweiten
Weltkrieg ebenso wie nach dem Ersten von der Selbstbestimmung
Gebrauch gemacht und unter der Führung der Befreiungsfront für den
Anschluss an Jugoslawien gekämpft.“

Slovenski vestnik, Nr.52, Wien, 26. September 1947:

Demonstration von Kärntner Slowenen in Wien für den Anschluss an
Jugoslawien unter der Führung von Dr. Josko Tischler.
„Am 24. September 1947 trafen 75 Delegierte Slowenisch-Kärntens in Wien
ein und entrollten vor dem Palast des Alliierten Kontrollrates die slowenische
und die jugoslawische Fahne ...“

„Kein Slowene stimmte für Deutsch-Österreich“ -
so der slowenische Abgeordneter Pfarrer Poljanec:

• „Der slowenische Abgeordnete Poljanec sagte am 1. Juni 1921 bei der Budgetberatung im Kärntner Landtag:
„Ich erkläre: Wir haben am 10. Oktober 1920 nicht für Deutsch-Österreich
gestimmt ...“
(Buch „Verhandlungen über die Kulturautonomie 1925-1930“)

(Vinko Poljanec, Pfarrer, St. Kanzian am Klopeinersee, Abgeordneter, Partei
der Slowenen 1921-1927)

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